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Entstehung der ZahnarztangstOftmals entsteht die Angst vorm Zahnarzt durch eine für den Patienten nicht schonende Behandlung. Der Patient fühlt sich dem Zahnarzt ausgeliefert. Viele Patienten machen diese Erfahrung schon als Kind und können sich als Erwachsene die Angst nicht mehr erklären. Die Eltern und der Zahnarzt üben einen sehr starken Druck auf das Kind aus und zwingen es dadurch zur Behandlung. Das Kind hat sich nicht frei für eine Behandlung entschieden und kann den Grund für eine Behandlung nicht nachvollziehen. Es läßt aber vielleicht die Tortur tapfer über sich ergehen und ist danach zeitlebens traumatisiert und verbindet Zahnarzt immer mit etwas Schrecklichem. Schonende BehandlungWas können Eltern und Zahnärzte unternehmen? Die Behandlung muß kompromisslos schonend verlaufen. Jeder Schritt der Behandlung muß für den Patienten - auch den Erwachsenen - nachvollziehbar sein, und der Patient muß jederzeit die Möglichkeit haben, die Behandlung zu unterbrechen oder zu beenden.
Die BetäubungAngstpatienten wünschen gerne eine Vollnarkose, bei der sie von der Behandlung nichts mehr mitbekommen. Aber neben dem medizinischen Risiko, welches mit einer Vollnarkose verbunden ist, sind die Patienten doch wieder ausgeliefert, und selbst nach einer erfolgreichen Behandlung ist die Angst noch größer. Daher ist die minimale Betäubung oder keine Betäubung für den Zahnarzt und den Patienten besser. Der Patient fühlt die Behandlung und kann diese daher besser kontollieren. Der Zahnarzt ist aufgrund der fehlenden oder geringen Betäubung zur Schonung der Nerven und damit auch zur Schonung der Zahnsubstanz gezwungen. Vorraussetzung ist aber, daß der Zahnarzt auf den Patienten reagiert und die vom Patienten definierte Schmerzschwelle nicht überschreitet! |
Der Versuch, die schrecklichen, pfeifenden Bohrer durch LASER zu ersetzten, beruhen auf dem gleichen Grund. Patienten lassen sich für viel Geld mit Lasern behandeln, obwohl das Bohren mit dem Laser medizinisch nur Nachteile bringt und auch nicht schmerzärmer ist. Auch hier können hochwertige neue Hartmetllbohrer oder Diamantbohrer, die vom Zahnarzt drucklos angewandt werden, Wunder bewirken. Denn ein gut gelagerter sanft geführter und gekühlter Bohrer wird vom Patienten nicht unangenhem oder schmerzhaft empfunden und schont gleichzeitig Zahnsubstanz und das Gewebe.
Amalgamfüllungen mußten mit einer Mindeststärke und einem Unterschnitt hergestellt werden, damit sie lange haltbar waren. Das erforderte, daß von gesunder Zahnsubstanz viel abgetragen werden mußte. Dies ist heute bei fließfähigen modernen Kunststoffsystemen und auch bei bestimmten Keramik-Systemen wie z.B. CEREC nicht mehr der Fall.
Einzelzahnimplantate oder Klebebrücken vermeiden das Beschleifen der Zähne zur Aufnahme von Zahnbrücken.
So wurden Zahnärzte früher genannt. Das Zähneziehen sollte heute in einer modernen Praxis die Ausnahme sein, denn Zähne, die nicht gelockert sind, brauchen nicht gezogen zu werden. Regelmäßige Kontrollen helfen größere Zahnschäden zu vermeiden. Entzündungen an den Zähnen können durch Wurzelbehandlungen vollständig ausheilen. Auch Zahnfleischkontrollen und Zahnsteinentfernung verhindern Zahnbettentzündungen, wenn sie rechtzeitig einsetzten.
Sie sehen, daß eine frühzeitige Behandlung viele Vorteile bringt, daher fordern Zahnärzte eine halbjährliche Kontrolluntersuchung. Viele Praxen erinnern ihre Patienten per Brief an die Vorsorgeuntersuchung. Bei den Krankenkassen wird eine regelmäßige Vorsorge durch Boni honoriert.