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ImplantateSchon seit über 40 Jahren gibt es in der modernen Zahnmedizin Versuche, fehlende Zähne mit Hilfe von Implantaten (implantare = einpflanzen) zu ersetzen. Form, Größe und Material von Implantaten wurden laufend verbessert. Der eigentliche Durchbruch gelang aber erst durch die Verwendung von Materialien, die vom Körper angenommen werden, wie Keramik oder Titan. Heute tendiert man zu kleinen schraubenförmigen Implantaten aus Titan, die zum Teil auch beschichtet sind. Die Form der Implantate, das zeigen Untersuchungen, spielt aber eine immer geringere Rolle und richtet sich vor allem nach dem individuellen Bedarf der Versorgung. So gibt es auch zylindrische oder wurzelförmige Implantate. Blattförmige Implantate können bei sehr schmalen Kiefern noch zu guten Ergebnissen führen. Mit einem Implantat erzielt man nicht nur eine sehr schöne, natürliche und unauffällige Versorgung, sie bietet auch hohen Kaukomfort, die den eigenen gesunden Zähnen in nichts nachsteht. Besonders zahnlosen Patienten kann dadurch sehr geholfen werden. Moderne Implantate halten bei guter Pflege 10 Jahre und länger. Das Risiko, daß ein Implantat sich durch eine Entzündung (Abwehrreaktion des Körpers) lockert, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kann daher nie ganz ausgeschlossen werden. |
Vor Beginn der Behandlung muß der Kiefer genau vermessen werden, um festzustellen wie der Knochen, in dem das Implantat ja später verankert ist, beschaffen ist.
Dann wird unter örtlicher Betäubung ein Loch in den Knochen gebohrt und das Implantat eingebracht. Dabei gewähren genormte Instrumente eine optimale Paßgenauigkeit.
Die Wunde wird mit einer Naht verschlossen und muß jetzt verheilen. Auch der Knochen reagiert auf die Operation, indem er sich strukturell umbaut und sich dem Implantat anpasst. Die Heilungsphase des Knochens dauert ca. 3-6 Monate.
Zahnarzt und Zahntechniker können jetzt den neuen Zahnersatz herstellen und am Implantat befestigen. Implantatversorgungen sind zwar aufwendig, aber sie kommen doch der Natur und den eigenen Zähnen am nächsten.
Es gibt zwei unterschiedliche Behandlungsmethoden:
1. Das passende Implantat wird nach Vermessung des Kiefers in den Knochen eingebracht, und die Wunde wird wieder ge- schlossen. Nach 3-6 Monaten wird es dann wieder freigelegt, und der Zahnersatz kann befestigt werden. 2. Das Implantat wird eingeschraubt oder eingeklemmt und sofort mit Zahnersatz belastet. Die endgültige Stabilität ist aber erst nach 3-6 Monaten erreicht. |
Welches die bessere Methode ist, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, da ein neues Implantat einerseits möglichst schnell belastet werden sollte, andererseits aber ohne Bewegungen einheilen muß.
Für den Patienten ist der zweite Weg der angenehmere, da er sofort wieder zubeißen kann!
| Die Kosten werden nur bedingt von den Kassen übernommen. Als Privat- oder Beihilfepatient sollten Sie vorher mit Ihrem Zahnarzt die Übernahme klären lassen. |
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Kassenpatienten erhalten nur den Zuschuß für die Aufbauten (Suprastrukturen) in wenigen Ausnahmefällen wie z.B. die Einzelzahnlücke bei gesunden und füllungsfreien Nachbarzähnen. |